2016 - Teneriffa

Titel 60251 

Tag 3 – 24.01.2016  Sonntag
Icod de Vinos und Puerto de la Cruz

 

Frühstück wird ja bei uns groß geschrieben und deshalb will ich gar nicht weiter berichten, was bei uns alles auf dem Tisch gestanden hat und voller Genuß verspeist wurde.

Heute wollen wir mal „schnell" gen Norden fahren, die Landschaft unterwegs bewundern und uns in Icod de los Vinos und Puerto de la Cruz ein wenig aufhalten.

Über die TF 454 kommen wir über viele Serpentinen und ein paar Fünfhäuserdörfer auf die TF 82 (eine Kraftfahrstraße), die sich ebenfalls über viele Kurven und Kehren durch die Berglandschaft am Masca Gebirge entlang, weiter zum Tierra del Trigo Gebirgszug bis auf 1100 m nach oben schraubt. Kurz nach El Tanque freuen wir uns auf ein gerades Stück Autobahn (TF 5) was uns bis zur TF 366 bringt, die sich ebenfalls recht kurven- und kehrenreich bis nach Icod de los Vinos windet.

Dort fahren wir im Centro Historico durch kleine enge Kopfsteinpflaster-Sträßchen bis zu dem berühmten Drachenbaum, von dem bis vor kurzem laut Wikipedia angenommen wurde, er sei um die 3000 Jahre alt. Nach neueren Erkenntnissen wird sein Alter jedoch auf 400 Jahre geschätzt.

 

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Das ist er noch nicht, sondern nur ein Ficus aber auch ganz schön alt

 

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Aber hier jetzt der Drachenbaum

 

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Die gepflegte Parkanlage wird von Balustraden und mediteran getünchten Häusern mit alten Balkonen aus Holz gesäumt.

 

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Oberhalb des Parks steht die Iglesia de San Marcos, die uns mit ihrem Renaissanceportal beeindruckt. Die Restaurierungsarbeiten lassen es leider nicht zu, dass wir auch den Innenraum mit dem Barockaltar ansehen können.
Unser Abstecher ganz runter zum Meer war dann nicht mehr so beeindruckend und wir nahmen Kurs auf Puerto de la Cruz.

Die TF 5 bringt uns in Küstennähe auf gut ausgebauter Strecke bis zur TF 312 die direkt nach Puerto de la Cruz führt. Die Fahrt von Los Gigantes über Icod bis hierher war von der Landschaft her abwechslungsreicher als wir dachten. Zuerst war die Gegend recht karg und viele Gewächshäuser mit Stoff-Planen standen an der Straße. Die Vegetation war zunächst recht eintönig bis wir mehr in den Nord-Norden kamen und die Felswände sich in grünem Kleid zeigten. Löwenzahn, in einer Größe wie wir ihn nicht kennen, säumte leuchtend gelb die Straße und ab und zu konnte man fast verblühte Weihnachtssterne entdecken. Das Gras rechts und links wurde grüner und wir kamen Puerto de la Cruz immer näher.

In einem Parkkeller haben wir fast sofort einen Parkplatz gefunden und sind dann auf der Flaniermeile erst einmal Richtung Westen gelaufen. Es war voll, das kann man sich kaum vorstellen und dann fiel uns auch ein, dass heute Sonntag ist und jeder der hier wohnt bei diesem schönen Wetter auf den Beinen ist. In einer(m) der vielen Bars/Restaurants haben wir dann einen ganz netten überdachten Platz gefunden und unseren Durst und Hunger mit einem kleinen Snack gestillt.

 

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Danach machten wir uns auf den Weg zu den Meerwasserschwimmbecken in die andere Richtung und konnten auf dem Weg dorthin, gar nicht genug von den Wellen und dem ganzen Leben um uns herum einfangen. Wo soll man denn hier zuerst hinschauen? Oder hinhören? Es ist laut, tausende von Menschen wollen das gleiche wie wir.... gemütlich flanieren..... aber es war ein Slalom zwischen den ganzen Bettenburgen, Restaurants und Geschäften auf der rechten Seite, und den einladenden Sitzgelegenheiten mit Blick auf den Atlantik auf der anderen Seite - links die Brandung der Wellen und zwischendurch die Musik der Straßenmusikanten und Streetdancer.

 

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Ein Geschäft neben dem anderen, Gerüche von edlen Parfüms und leckerem Essen, aber die Sonne geht wie jeden Abend langsam unter und die Laternen gehen an. Ja, wenn man quirliges Leben haben möchte, hier ist man mittendrin.

 

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Ich fand es schön dort gewesen zu sein, es nach 34 Jahren mal wieder gesehen zu haben, nur wenn mich jemand dort blind ausgesetzt hätte, da muß ich passen, ich hätte nichts, aber auch gar nichts wiedererkannt. Trotzdem werden wir vielleicht noch einmal einen Abstecher an einem Wochentag machen, um eventuell das „ganz normale" Leben dort zu erwischen.

Bei einbrechender Dunkelheit traten wir den Rückweg auf der gleichen Strecke nach Los Gigantes an. Pete fuhr zügig durch alle gebirgigen Kehren und Kurven und brachte uns sicher durch die Nacht „nach Hause".

 

Insgesamt waren wir heute knapp 8 Stunden unterwegs, sind 137,3 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17,8 kmh gefahren. Die Maximalgeschwindigkeit betrug 123 kmh und die maximal gefahrene Höhe 1107m.