2017 - Die Azoren

 

Tag 3 – Freitag 17.03.17
Mosteiros und nördliche Küstenstrasse sowie über den Westen zurück

 

Ganz früh gleich um 7:00 Uhr zu Beginn der Frühstückszeit haben wir uns in der Nähe zum Buffet einen Platz gesucht, um gemütlich bei Kaffee und leckeren Brötchen den Tag zu planen, denn morgen früh geht es weiter auf die nächste Insel, nach Sao Jorge und damit beginnt unser Inselhopping.

Wir stöbern in den Unterlagen, was sich für heute noch anbietet und was wir noch sehen möchten. Mosteiros fällt uns ins Auge, sowie noch ein Teil der nördliche Küstenstrasse, genau das finden wir in der Reisebeschreibung bei den Anregungen für Ausflüge. Obwohl wir organisiert gebucht haben, gestalten wir den Tag selbst. Wir müssen uns nur immer pünktlich am Flieger oder Fähre einfinden, um die Weiterreise anzutreten.

Zurück auf dem Zimmer leeren wir noch die restlichen Speicherkarten und zögern unsere Abfahrt noch ein wenig heraus, bis vielleicht der eine oder andere Sonnenstrahl herauslugt. Knapp 10:00 Uhr und der Himmel weist ein paar blaue Stellen auf, weiße Wolken wie auf einer Postkarte.... vielleicht läßt sich Frau Sonne zu einem Stelldichein blicken.

10:20 Uhr wir starten bei zumeist bedecktem Himmel, zunächst nördlich via Sao Vicente Ferreira nach Vila de Capelas, das uns mit wundervollen Aussichtspunkten direkt am Atlantic und schwarzen Felsen mit kräftigem Wind empfängt.

Weiter durch Santo Antonio und Santa Barbara bis nach Remedios. Kurz danach fällt uns ein Schild auf was offensichtlich zu einer Mühle führt, die wir schon von der Hauptstrasse aus erspäht haben, also nehmen wir diesen Weg abseits der direkten Route und können diese kleine Mühle sogar besichtigen.

In Bretanha fahren wir wieder auf die „Hauptstrasse" zurück und folgen den Wegweisern Richtung Mosteiros. Durch Covas und Joao Bom hindurch, kommen wir unserem Ziel im äußersten Nordwesten von Sao Miguel immer näher. Mosteiros, einst ein Fischerdorf, liegt direkt am Meer. Die zur Küste führende Straße gibt ganz zauberhafte Blicke auf die vorgelagerten schwarzen Felsen frei, und die tosende Brandung rauscht gischtspritzend an den kleinen schwarzen Strand.

Je weiter wir jetzt dem Norden entrinnen, um so besser wird das Wetter und die Sonne wagt sich zaghaft hervor, um uns dann entlang der Westküste weiter zu begleiten und mit ihren Strahlen zu wärmen, wer hätte das gedacht. Das Wetter, die Wolken und der Nebel haben wohl doch was mit den „Bergen und dem Norden" zu tun.

In Candelaria legen wir eine Espressopause ein und kaufen uns im Supermercado ein paar Kleinigkeiten. Da wir morgen früh schon um 8:xx mit dem Flugzeug weiterreisen und 1,5 Stunden vorher am Flughafen sein müssen, machen wir uns ein paar Brötchen mit dem regionalen Käse, die wir dann wenn wir das Auto abgegeben haben und auf das bording warten, genüßlich verspeisen können. Und.... heute abend wollen wir mal nicht essen gehen, denn wir haben an den vergangenen Abenden einfach zu üppig gelebt.

Entlang der Regionalstrasse, liegen viele kleine langgestreckte Dörfchen, es geht immer mal ein wenig mehr von der Küste weg und schon hat man wieder die "eingemauerten" Weiden, die ein schönes Muster ergeben. Weiterhin ist es erstaunlich, wie die oberhalb der Straße liegenden Hänge gepflegt werden, also das steile Stück von der Straße bis wieder zu einer Weide. Dort blühen Azaleen und so eine Art Margariten in Weiß und Lila wunderschön im Kontrast zu den grasgrünen Wiesen, der schwarzen Straße, den dunklen Mauern.

Gegen 15:15 wieder in Ponta Delgada nach einem Tankstopp zurück, gönnen wir uns noch bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen (vom Wind mal abgesehen) Kaffee und Kuchen!

Damit waren wir heute gut 6 Stunden und 77 Kilometer unterwegs. Der höchste angefahrene Punkt lag  auf 298 m und der tiefste erreichte Punkt auf 9 m. Zu Fuß waren es heute nur 5 km.

 

Ihr fragt Euch vielleicht, wieso wir so schnell von Süd nach Nord kommen? Ja, erstens sind wir mit dem Auto unterwegs und Sao Miguel ist nur 65 km lang und 16 km breit. Damit ist sie die größte und bevölkerungsreichste Insel der Azoren. Außerdem ist sie touristisch am besten erschlossen. Es gibt hier viele Wandergruppen aus aller Herren Länder, die wir sehr bewundern, denn abseits der Straßen, die wir mit dem Auto abfahren, gibt es viele viele Wege, die es Wert sind zu Fuß erobert zu werden.

 

17-03-17 b