2008 - San Francisco und die erste Tour durch den Westen

 

Tag 04 - Mittwoch 17.09.2008
Der lange Weg zum Yosemite Park

 

Wir waren schon wieder um halb 5 wach………obwohl wir sooo müde waren und gedacht haben wir verschlafen vielleicht. Aber wir haben die Zeit genutzt und sind wieder früh unterwegs. Zum Abschied geht’s zur Golden Gate Brücke, ganz nah ran, so nah wie nur möglich. Die Sonne war uns leider um diese Uhrzeit noch nicht vergönnt und es war auch nicht anzunehmen, dass sie sich heute noch mal zeigen würde. Von allen Seiten fotografierten und filmten wir dieses rostrote Bauwerk und erfreuten uns auch ohne Sonnenschein daran. Drüberfahren und filmen ja das war Pflicht, auch wenn’s ein wenig wackelt.

Auf dem Weg zum Tagesziel von heute, fahren wir noch nach Gilroy um dort ein paar Einkäufe in den verschiedensten Outlets zu tätigen. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass das etwas schneller geht, aber wir haben hier gestöbert und dort was gefunden. Von einem köstliches Salatbüffet gegessen, noch was getrunken und noch mal in die gegenüberliegende Outlet und da war’s geschehen um den großen Zeitvorsprung den wir hatten, um gemütlich in El Portal so gegen 17:00 Uhr einzulaufen. Denn, es war jetzt schon 17:10 Uhr – oh Mann – wo ist denn nur die ganze Zeit hingegangen. Naja, man sieht’s an unseren Tüten, die vollgepackt sind mit lauter Dingen, nur nicht mit dem was wir eigentlich haben wollten. Doch, ein paar Sachen waren wirklich gewollt und auch so wie sie jetzt in der Tüte liegen, aber da wäre doch noch ……

Mit sämtlichen Landkarten und Navi bewaffnet (auch wenn wir den noch gar nicht richtig beherrschen) machen wir uns auf den Weg. Zunächst auf die 152 East Richtung Los Banos, Merced und dann auf die 140 West Richtung El Portal am Yosemite-Park, wo wir zwei Übernachtungen gebucht haben. Und wie das dann halt so ist, wenn man es ein wenig eilig hat, dann verfährt man sich noch zwei Mal. Also musste ich notgedrungen lernen, mit dem Navi umzugehen. Wie man die Kartenausschnitte findet, verschiebt und die km Entfernung ablesen kann, wie man in und out zoomt und dann irgendwo landet, und die Sonne zieht gnadenlos ihren Weg zum Horizont weiter und weiter und weiter. Schlecht, wenn man eine unbekannte Strecke bei Dunkelheit fahren muss. An einem Früchtestand an der Straße decken wir uns noch mit reifen kalifornischen Pfirsichen und Nektarinen ein, sowie mit Erdbeeren, ja tatsächlich Erdbeeren… Hhmm vollreif und auch von hier. Dann kommen wir noch an einem Walmart vorbei und kaufen unsere obligatorisch Eisbox, in der wir dann unsere Getränke und eventuelles Obst und sonstige Esswaren unterbringen, damit wir auf unseren Tagesausflügen nicht dauernd nach einem Laden Ausschau halten müssen. Wieder Zeitverlust…..und hinter uns geht die Sonne so langsam unter und beleuchtet die Landschaft in einem orangerot. Ein sanfter schmeichelnder Farbton, der uns umhüllt und uns auf unser Abenteuer so richtig einstimmt.

Leider kann man hier nirgends anhalten und außerdem müssen wir jetzt Land gewinnen!! Die Dunkelheit bricht sehr schnell herein und die Straße will und will kein Ende nehmen. Ab Merced sind es etwa noch 30 Mi aber durch die Kurven in denen man nur 25 fahren darf und auch kann, zieht sich der Weg wie Kaugummi. So gegen 20:15 kommen wir müde in unserem Cedar Lodge an, werden nett begrüßt, unser Zimmer ist gebucht und noch nicht weg, late arrival ist hier garantiert!! Oh und in der Lobby gibt’s wlan – toll – deswegen ist es wohl hier so voll. Hier sitzen vielleicht 30 Menschen, ob jung, ob alt mit einem Lappy auf den Knien und skypen oder schreiben. Kaffee steht auch hier wie üblich zum Verzehr bereit, nur so eine Maschine haben wir noch nie gesehen.

Rolf drückt mal so ein paar Knöpfe und die Maschine beginnt zu schnaufen und zu dampfen. Der daruntergestellte Styroporbecher wird ziemlich voll, nein ganz voll, nein er läuft über und da erscheint auch schon jemand der sich wohl auskennt und meint, haben Sie den rechten Knopf gedrückt??? Ja, ja da steht ja „brew“ – oh my god – this is for a whole pot!!! Und jetzt zerrten und zogen vier Hände an dem inzwischen auf der heißen Oberfläche in die Knie gegangenen Becher. Oh wie peinlich, aber auf dem Zimmer angekommen müssen wir noch sehr darüber lachen und lassen uns den Kaffee trotzdem schmecken.

Die Koffer werden nur geöffnet, dann eine erfrischende Dusche genommen, für den Bericht von heute reicht die Zeit nicht mehr, denn unsere Augen fallen einfach zu. Rolf nickt ganz langsam vor dem Lappy ein und wundert sich anschließend über die Farbe die er bei seiner Bildbearbeitung da getroffen hat und ich schlafe bei schöner R & B Music vor dem TV ein………..