2008 - San Francisco und die erste Tour durch den Westen

 

Tag 05 - Donnerstag 18.09.2008
Der Yosemite-Park

 

Heute waren wir erst um viertel vor fünf wach, aber bis man sich dann so sortiert hat: Karten einpacken ist ja noch das Wenigste, Fotoapparate bestücken mit den Akkus die über Nacht aufgeladen wurden, Kamera ebenfalls. Rucksack packen, Eisbox packen, Sandwich machen – nee fällt heute aus wir haben nur Obst, haben vergessen Brot zu kaufen……Also Obst schneiden und in die Tuppertöpfe und ab damit in die Eisbox. Trotzdem stehen wir pünktlichst um kurz vor 7:00 Uhr vor dem Frühstücksraum und stehen wieder mal in einer Schlage, von der wir den Anfang nicht sehen können. Nee das machen wir nicht, wir gehen zurück in unser Zimmer, schließlich haben wir ja eine kleine Küche, Kühlschrank, Microwelle, Kaffeemaschine….hhmm nur keinen Toast. Egal dann gibt’s eben Erdbeeren und Pfirsiche und Apfel, das ist doch auch prima und gleichzeitig gut für unser Wasserspeicher, die wir gestern bestimmt leer gefahren haben.

Frisch gestärkt lenken wir unser Auto in Richtung Yosemite-Park, vorher müssen wir noch tanken, aber bitte, erst die Karte einstecken und dann tanken und dann beginnt für uns totales Neuland. Wir lösen den Paß gleich für alle Parks, damit wir nicht immer wieder anstehen müssen und dann geht’s so richtig los. Wir fahren nicht lange, weil uns die Aussicht überwältigt und jede zweite Parkbucht ist uns. Raus aus dem Auto, Foto und Kamera und alles was noch schöne Aussichten speichern kann am Mann und ach was gibt es hier für eine wundervolle, fast unwirkliche Landschaft. Es ist wie eine fremde Welt. Gewaltig und groß sind die Berge, leicht und durchsichtig der glatte Wasserspiegel von Ausbuchtungen die der Fluß gebildet hat. Wir können uns kaum satt sehen. Dann werden wir umgeleitet, fahren aber trotzdem noch durch brennende Zonen des Parks. Wir werden darüber informiert, dass es sich um kontrollierte Feuer handelt und wir keiner Gefahr ausgesetzt sind man nennt das „Firemanagement“ !!!

Mit uns zusammen sind noch sehr viele andere Menschen aller Nationalitäten unterwegs. Es dauert und dauert bis wir endlich das Visitors Center in Yosemite-Village erreichen. Dort orientieren wir uns erst einmal wie wir jetzt weiter vorgehen wollen. Der Park hat eine Fläche, die drei mal so groß ist, wie Berlin. Wir entscheiden uns für den Shuttlebus, der fährt verschiedene Aussichtspunkte an und fährt alle 15 Minuten. Man kann in den Bus einsteigen und aussteigen so oft man möchte, er fährt bis 22:00 Uhr. An den verschiedenen Punkten kann man Trails ablaufen in unterschiedlicher Länge. Es gibt leichte, mittelschwere und sehr anspruchsvolle, schwere Strecken zu bewältigen. Wir entscheiden uns für die kürzeren Wege, die einfach zu laufen sind. Eine Kletterpartie möchte ich hier nicht machen, denn dann wird’s richtig schwer. So ein Weg von einer Stunde und ein bisi reicht uns, denn wir sind nicht unbedingt zum wandern hier, sondern zum fotografieren und zum filmen und um das zu bekommen, muss man schon ganz schön was erlaufen.

Der Half Dome, wir haben ihn auf Bildern oft bewundert, aber vor dieser Wand zu stehen und zu sehen was hier vor fünf Millionen Jahren passiert ist oder sein könnte, das ist schon einen zweiten Gedanken wert. Wie klein bin ich Mensch in dieser großen Welt?? Welchen Stellenwert haben heute noch die Sorgen, die ich vielleicht gestern morgen noch hatte?? Gigantisch, gewaltig, nicht bedrohlich aber Respekt einflößend. Wir laufen zum Mirror Lake und müssen feststellen, das er kein Wasser mehr hat, schade und traurig zugleich. Hier geht ein Stückchen Natur verloren wie an so vielen Stellen an denen man die Veränderung der Natur so deutlich sehen kann. Wir verbringen insgesamt 12 Stunden in diesem Naturpark und werden noch lange davon schwärmen……… (dieser Tag wird noch ergänzt – aber jetzt bin ich gerade mal kurz weg-genickt) Bye bis morgen…