2012 - 50 Tage Tour durch den Westen

 

Tag 06 - Dienstag 11.09.2012
unterwegs im Zion

 

Guten Morgen liebe Sonne, wenn wir auch geschwitzt haben – so haben wir das nicht gemeint. Die Sonne weint und weint und weint und die ganzen Stars des Zion sind hinter dichten Wolken verschwunden. Schade, aber nicht zu ändern und so verbringen wir den Vormittag nach einem reichhaltigen Frühstück gemütlich mit computern.

Gegen 14:30 Uhr machen wir uns auf den Weg in den Zion, wie viele tausend Menschen außer uns auch. Jeder hat wahrscheinlich gedacht, der Regen hat nachgelassen, also machen wir was draus. Wir fahren selbst bis zum Tunnel, halten überall wo es möglich ist und finden dieses Wetter zum fotografieren gar nicht so schlecht. Die roten hohen Berge umgeben von grauweißen Wolkenfetzen und dazwischen das kräftige grün der Bäume geben ein besonderes Farbspektakel ab. Beschützend halten wir die Hände über die Kameras, da es immer noch nieselt. Was das hier heißt, weiß glaube ich jeder. Aber es bleibt nicht beim kräftigen nieseln, nein es fängt leider doch wieder an, richtig zu regnen. So besuchen wir die Fatali-Gallerie lassen uns inspirieren und kommen wieder mal auf verrücke Ideen.... dazu irgendwann mal mehr. Lik und Fatali an drei Tagen hintereinander ist einfach zu viel.

Der Himmel reißt so nach und nach an der einen Seite auf und ist so blau, wie man sich das kaum vorstellen kann. Weiße sonnenbestrahlte Plusterwolken drängeln sich dicht an dicht und machen die Kulisse zu einem fast kitschigen Prachtstück. Bei solch einem Anblick vergisst man glatt auf den Auslöser zu drücken und ist einfach ganz still und genießt diese gewaltige Natur. Wie schön, dass wir hier sein können und das erleben dürfen.

Rolf wollte in diesem Jahr so gerne in die sogenannten Narrows, zumindest in den ersten Teil und hat sich entsprechend ausgerüstet. Wie wir gestern schon erfahren haben, war der Eingang bereits gesperrt und heute erst recht. Wir wollen es gerne mit eigenen Augen sehen und parken am Visitor-Center, und merken uns diesmal ganz genau, wo wir geparkt haben. Ein Test mit dem Schlüsselsymbol „Hupe“ wird mit einem nicht enden wollenden Hupkonzert beantwortet, aber Rolf meint das ist nicht „unser“ Auto. Doch es war unser Auto, aber wir konnten den Lärm abstellen.

Mit dem Shuttle-Bus haben wir uns dann bis zum Riverside Walk fahren lassen. Die Augen immer auf die großen Kandidaten die rechts und links von uns zu sehen waren, gerichtet. An dem Halt „Temple of Sinawava“ angekommen konnten wir sehen, dass hier der Schlamm, ähnlich wie bei uns im Winter der Schnee, weggeräumt war. Rechts und links der Wege waren diese Spuren zu erkennen. Es muss heute morgen sehr heftig gewesen sein. Wir laufen nur einen Teil des Walks ab und fahren mit unserer Fotoausbeute wieder zum Visitor-Center, um unser Auto zu holen.

 

Den Abend läuten wir so gegen 18:30 mit einer Pizza und Salat ein und dann geht’s ans Kofferpacken, denn morgen geht’s weiter nach Escalante. Wir wollen ziemlich früh (für unsere Verhältnisse) aufbrechen und den Bryce im Vormittagslicht erleben.