2012 - 50 Tage Tour durch den Westen

 

Tag 08 - Donnerstag 13.09.2012
Escalante – Burr Trail und Devils Garden

 

Frühstück vom Feinsten gab es um 08:30 Uhr in einem kleinen Raum vor der kleinen Rezeption. Für Kaffee drückt man auf einen Knopf, einzeln verpackte Teesorten gibt es zum aussuchen und im Kühlschrank steht eine Auswahl an Säften, Milch ist auch in verschiedenen Sorten vorhanden, man bedient man sich selbst.

Es können immer nur 4 Personen gemeinsam frühstücken, weil nur 2 Tische vorhanden sind, trotzdem ist für 8 Personen gedeckt. Cate bringt uns nach einem herzlichen guten morgen und der Erklärung wie was zu handeln ist, einen riesengroßen Teller mit Melone, Banane und Erbeeren, Rührei, Toast und so einer Art Frikadelle, die sehr lecker gewürzt war. Mit weiterem Toast sollte man sich selbst bedienen und die auf dem Tisch stehende Marmalade war selbstgemacht und sehr lecker.

Cate gibt uns und dem anderen Paar (aus Kalifornien) noch ein paar Ausflugstipps für heute und eine Karte auf der sie die einzelnen Punkte anmarkt. Wir entschließen uns einen Teil des Burr Trail's zu fahren, mal sehen wie weit wir kommen, da wir in den Spätnachmittagsstunden noch auf der Hole-n-the rock Road zum Devils Garden wollen.

Auf der 12 fahren wir Richung Boulder bis wir kurz vor Boulder die Abzweigung auf den Burr Trail erst mal verpassen. Habt Ihr was anderes von uns erwartet?? Nach den Beschreibungen der letzten Tage bestimmt nicht. Aber es war auch wirklich doof ausgeschildert, eigentlich nur von der anderen Seite. d.h. man fährt vorbei, damit man sich dann rumdrehen kann und sehen kann dass man vorbei ist.....Der Burr Trail ist ein gut asphaltierter sehr gut zu befahrender Backway mit viel zu wenig Haltepunkten an den Seiten, zumindest für unsere Begriffe.

Ein Traum bei diesem schönen Wetter auf dieser Straße die Aussicht zu genießen, sie hört gar nicht auf...... die Farben der einen umgebenden Landschaft wechseln beginnend bei rot natürlich über hellbeige, apricot, gelb und auch mit grünen Büschen und Bäumen bewachsene Täler gibt es. Die roten Felsen sind sehr markant und lassen einen nicht mehr los. Nach dem Calf Creek an dem wir, na?? ja - vorbeigefahren sind, kommen wir an eine, nein viele, mehrere riesenhohe rote Felswände die durch die herausgebrochenen Stücke einen ganz besonderen Eindruck machen. Natürlich sind wir wieder dauernd am aus- und einsteigen ins Auto.

Gerade mal wieder ausgestiegen, um diese Felswand näher zu inspizieren, sehen wir wie ein paar Menschen hinter Bäumen verschwinden und erst mal nicht wieder zurückkommen. Wir nehmen die „Verfolgung“ auf und stehen plötzlich zwischen den Felswänden, man kann dort reinlaufen und sich umschauen, hochschauen und das ganz besondere Licht zwischen den Wänden genießen (wenn nicht gerade Sushis unterwegs sind). Die intensiv grünen Bäume am Eingang geben einen supertollen Kontrast zu den roten Felswänden mit unterschiedlichen Marmorierungen. Und wieder fragt man sich, wie soetwas entsteht.....

Wir fahren bald weiter und kommen an unglaublichen Aussichten über und in die Täler vorbei. Es ist kaum zu erfassen, welche Größenausmaße sich einem dort offenbaren und es dauert doch eine Weile bis wir registrieren, dass wir eine Rundumsicht haben. Das heißt wir fahren auf einem Grad eines dieser Berge um die anderen so sehen zu können. Von der Farbe her sind dies meine absoluten Lieblinge, weiß mit rosa, beige mit apricot, feine dunkle Linien, die sich als Baum oder Strauchbewuchs herausstellen. Ich könnte hier tagelang stehenbleiben und das auf mich wirken lassen.

Aus einer Höhe in Escalante von 1774m kommend, bewegen wir uns jetzt auf 2400m. Nach und nach verlassen wir diese Höhe und fahren durch grüne Täler und merken, dass wir den Burr Trail aus Zeitgründen nicht bis nach Bullfrog am Lake Powell zuende fahren können. Wir machen ein kurzes Picknick und drehen um, denn wir wollen ja noch zu Devils Garden.

Ja und dann fahren wir, weil wir es mal probieren wollen, auf eine Dirtroad.... ich hatte dies auf den Hinfahrt bereits gesehen.... Wolverine.... ein Loop....Hmhm.... das muss man doch mal probieren...... wozu haben wir denn einen 4WD??

Also ich bin ja eigentlich gar nicht so mutig und nachdem wir 3 Meilen gefahren waren und es an einigen Stellen doch nicht so ganz geradeaus, sondern mehr nach unten in mehr oder weniger matschige Kuhlen ging, war ich froh als Rolf kurz vor „little dead hollow“ den Vorschlag zur Umkehr machte, mich aber auch gleichzeitig fragte, ob ich nicht zurückfahren möchte. Also sagen wir es mal so, die matschigen Kuhlen habe ich ihm noch überlassen, aber dann bin ich gefahren – cool – ich kann nur sagen cool!! Es hat richtig Spaß gemacht.

Zurück auf dem Burr Trail mussten wir uns jetzt aber ein bißchen beeilen, um wieder auf die 12 zu kommen, natürlich nur soweit es die Straßenverkehrsordnung zuließ. Wir sind kurz vor Escalante in die „hole n the rock road“ eingebogen und haben rechtzeitig bevor die Sonne unterging den Devils Garden erreicht. Im schwindenden Tageslicht haben wir unsere Aufnahmen wie wir es uns gewünscht und vorgestellt haben machen können.

Devils Garden, lustiger Ausdruck, aber die Figuren sehen auch so aus. Wer denkt sich nur diese Namen aus und ist es das, was einestages von einem großen gewaltigen Berg übrigbleibt? Wir sind wirder mal sehr beeindruckt und einer Meinung: wir müssen wiederkommen, hier gibt es noch sooooo viel zu sehen.

Morgen geht’s weiter nach Salt Lake City – nur eine Übernachtung und dann weiter nach West-Yellowstone....