2012 - 50 Tage Tour durch den Westen

 

Tag 17 - Samstag 22.09.2012
von Custer nach Denver (South Dakota - Wyoming - Colorado)

 

Gefrühstückt und betankt fahren wir um 20 nach 8 auf die 16a, den Wildlife-Loop im Custer State Park wo gerade ein großes „Art-Festival“ stattfindet. Es staut ein wenig vor uns, aber diese Menschen wollen nur auf den Parkplatz. Mehr oder weniger allein fahren wir weiter und sind auf Tiere, die uns hoffentlich begegenen wollen gespannt.

Eigentlich sollen sich hier recht große Bisonherden aufhalten, aber wir können keine erspähen, auch mit meinem schönen kleinen Fernglas nicht. Wir fragen an der Ranger-Station und erfahren, dass in 3 Tagen hier ein sogenanntes Round-up stattfindet. Das ist anscheinend so etwas wie der Almabtrieb. Alle Bisons bekommen ein Brandzeichen und es werden Zelte aufgestellt und es ist ein großes Fest. Deswegen haben sie vor einer Woche schon angefangen, die Bisons zusammenzutreiben und sie schon mal zu separieren. Deshalb stehen sie nicht mehr auf den eigentlichen Weiden. Wie ihr unten sehen könnt, ein paar Mütter mit ihren Kälbern haben sie uns übriggelassen aber das ist auch ein ganz fantastischer Anblick. Sie strahlen eine ungeheuere Ruhe aus und kauen zufrieden auf ihren Grashalmen rum.

Ganz viel Pronhorns versöhnen uns etwas später und wir beobachten sie mit Freude.

Auf dem weiteren Loop entdecken wir, durch das laute Gefiepe aufmerksam geworden, die Präriehunde.... ja gibt’s hier und die sehen eigentlich aus wie ein riesengroßes Meerschweinchen. Goldig, wie sie ihre aufgeschütteten Schlupflöcher bewachen und sich zupfeiffen, sobald so ein eifriger Touri Fotos machen will. Schlupp und weg...... ganz flink und ein wenig wie Erdmännchen.

Esel gibt’s hier auch, fast mehr als Bisons, sie laufen auf der Straße herum und betteln jedes Auto an.... jetzt haben wir Eselspucke an den Scheiben....

Wir fahren auf der 385 immer noch durch den Blackhill-Forrest und sind nach wie vor von den herbstlichen Farben begeistert. Dann ist uns noch eingefallen, dass es sich wahrscheinlich nicht immer nur um Birken handelt, sondern auch um Espen, denn das Laub zittert ja förmlich so.

Gemütlich geht’s dann auf die 89S und auf die 18, der Wildlife-Loop ist schon länger zuende und wir finden diese Gegend nicht mehr so attraktiv. Kurz vor Egemont sehen wir nochmal zwei von diesen langen Monsterzügen, voll beladen mit Kohlen und mit Tanks. Über Lask fahren wir dann nach Guernsey um die „Oregon Trail Rots anzusehen“. Es ist schon ein Wahnsinn welche Schwierigkeiten geschätzte 500.000 Menschen auf sich genommen haben, um „The Way West“ zu nehmen und sich in z. B. Oregon anzusiedeln. Die Gegend bis hierher ist total eintönig und abgestorben, um es mal so auszudrücken. Erst hier gibt es etwas grün in den Tälern und ein paar Bäume... Wie mögen sie sich gefühlt haben, wenn sie nicht wie wir, nur Stunden sondern Monate unterwegs waren und nicht so bequem im Auto gesessen haben, sondern größtenteils zu Fuß gegangen sind, weil die Wagen anderweitig benutzt wurden.

Gegen 16:20 Uhr kommen wir auf der 24 S an die Grenze zu Colorado und verlassen zum wiederholten Mal Wyoming. Morgens noch in South Dakota und zum Abendessen in Denver Colorado.