2012 - 50 Tage Tour durch den Westen

 

Tag 18 - Sonntag 23.09.2012
von Denver nach Green River

 

Heute haben wir einen reinen Fahrtag geplant und setzen uns um 8:45 Uhr in unser zweites zu Hause und wollen ihm erst mal was zu futtern geben, damit er uns zuverlässig nach Green River bringt. An dem Zubringer zur Autobahn I-70, auf der wir uns heute einige Stunden befinden werden, tanken wir nochmal voll bzw. wollen tanken, aber da erreicht uns das ZIP-Problem. Die 00000 geht nicht, die PLZ von zu Hause auch nicht und der ZIP-code vom Super 8 / Windsor-Denver auch nicht. Die Dame in der Gas-station ist sehr nett und hilfsbereit und weiß eigentlich auch nicht wozu das gut sein soll.

Bis wir wieder die ganzen Exits von Denver hinter uns gelassen haben vergeht einige Zeit, nicht ganz so viel wie in SLC, aber es sind ganz schön viele Exits zu passieren.

Grünes Land, Wiesen und Bäume lassen auf eine angenehme Fahrt schließen, aber wir sind ja auch gerade erst aus der Stadt heraus. Das grün bleibt nach einiger Zeit auch auf den höher werdenen Hügeln erhalten.

Mit der Zeit fahren wir selbst wieder so weit oben, dass uns die Bergwelt zu Füßen liegt und leider im Dunst verhangen ist. Wir fahren mal hoch und mal runter, irgendwann sind neben uns richtig hohe mit Tannen oder anderen Nadelbäumen bewaldete Felsen zu sehen.

Wir passieren Idaho Springs und ein Reklameschild sagt: Idaho Springs where the Gold Rush began. Rechts sieht man eine alte Gold- bzw. Silbermine, in einem roten Bau, den man besichtigen kann.

Ab hier fahren wir teilweise durch den Rockymountain Nationalpark und sind wieder mal total begeistert von den bewaldeten Bergen und deren Farbe sowie dem, was man von den Städten Georgetown, Silverthorne, Dillon, Frisco und Avon von der Autobahn aus sehen kann. Das ist für unsere Begriffe eine Meisterleistung von Architektur, die sich total in das Landschaftsbild farblich einpaßt und nichts verschandelt. Die Häuser, wir nehmen an es sind Hotels und vielleicht auch Motels sind kompakt und mehrstöckig gebaut, denn sie müssen ja bald dem Winter strotzen.

Wir fahren über den Vailpass und neben uns ragen trotzdem noch Berge in die Höhe, der Vailpass hat schon eine Höhe von 3.250 m und ich denke, wir haben richtig Glück, dass noch kein Schnee gefallen ist. Der Ort Vail selbst liegt auf 2.400 m, ist ein ziemlich großer Ort, mit 3 Exits.

Wir fahren und fahren und fahren durch eine sich weiterhin ändernde Landschaft. Die Zäune von Ländereien gehen hoch und runter, so wie es der Fels oder Berg gerade will. Aber nach Grand Junction sind es immer noch 107 Meilen, davon fahren wir jetzt einen Teil durch den Colorado Canyon, rechts von uns sehr hohe kantige Felsen, links unter uns die Gegenseite der Autobahn und darunter noch der Colorado. Man hat immer einen schönen Blick nach unten wenn die Straße eine Kurve macht.

Gegen 15:00 Uhr kommen wir wieder nach Utah rein und verlassen Colorado. Das wird auch an der Umgebung deutlich..... eigentlich deprimierend, wenn man aus den bunten, hohen Bergen kommt und jetzt nur noch flaches Land, mit verdorrten Wiesen vor sich hat. Die Bergketten auf der rechten Seite sind jedoch eindrucksvoll und sehen im Nachmittagslicht für uns tröstlich aus. Vor uns lassen die Wolken erahnen, dass es irgendwo kräftig regnet und einen kleinen Wirbelsturm sehen wir von weitem über das Land sausen, er löst sich aber plötzlich in ein nichts auf und man denkt man hat nur geträumt.

Im Super 8 in Green River angekommen, gehen wir in eine Truckerkneipe, lassen uns einen feudalen Burger schmecken und sind eigentlich überrascht von diesem „Ghost-Town“. Verfallene Häuser und Motels, einen Supermarkt finden wir nicht, es gibt nur einen Groceryladen an der Tanke aber die Hauptsache das Motel ist in Ordnung und wir sind ja sowieso den ganzen Tag unterwegs. Das Zimmer ist sauber und schön, die Rezeptionistin unfreundlich und ungepflegt.

Für unseren Geschmack, gibt der Ort nichts her, er ist dem Verfall sehr nahe.....