2012 - 50 Tage Tour durch den Westen

 

Tag 21 - Mittwoch 26.09.2012
Von Green River nach Moab - Arches National Park (Teil)

 

07:35 Uhr, 12°C in Green River: Regen, Regen, Regen – keine Rundumsicht – Berge alle in den Wolken – alles grau in grau, also können wir den Crystal Geyser heute auch vergessen....

Nach dem Frühstück packen wir mal wieder alles ein und um, laden das Auto, tanken und fahren auf der I-70W bis zum Abzweig UT128 weil wir auf diesem „Umweg“ nach Moab fahren wollen. Wir hoffen in der Ferne auf besseres Wetter und wären wirklich schon froh, wenn es zu regnen aufhören würde.

10:30 Uhr wir erreichen den Abzweig und haben weiterhin Regen und tiefhängende Wolken, die Straße sieht zwar trocken aus, aber das täuscht. Wir versuchen zu filmen und zu fotografieren, weil wir glauben es tröpfelt nur noch, aber – die Tröpfel hier sind wie ein deutscher Landregen mit Riesentropfen und wir versuchen unter aufgeklappter Heckklappe unser Glück.

Es ist wirklich sooo schade, dass es regnet, denn wir fahren an Bergen mit Riesengeröll vorbei, daneben der Colorado, am Ufer mit unterschiedlich grünen Bäumen und Büschen, Farben, wie man sie sich nicht schöner vorstellen kann, aber rundherum alles duster und naß.

Ein paar kleine Kilomenterchen weiter tut sich ein Tal auf und man blickt weit wiederum in ein grünes, sattes bergiges Tal. Nach weiteren malerischen Kurven, begleitet uns der Colorado rechts ganz nah an der Straße und auf der anderen Seite stehen hohe rote Felswände mit ganz eckigen schwarzroten Geröllsteinen.

13:00 Uhr – es hat aufgehört zu regnen – juhuuhhhh, noch keine Sonne, nach wie vor bewölkter Himmel aber wir sind schon soooo froh, dass keine Tropfen mehr vom Himmel fallen. Je weiter wir nach Moab kommen umso größer und gigantischer werden diese roten Felsen und da es nicht mehr regnet, spielen wir das übliche Aus- und Einsteigespiel und bannen so manchen wundervollen Anblick auf unsere Speicherkarten.

Die Sonne gibt sich wirklich Mühe, den Canyon mit ganz besonderem Licht zu verschönern, noch scheint sie nicht wirklich aber man merkt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis die Kraft ausreicht, die letzten Dunstfetzen zur Hölle zu jagen.

14:10 Uhr nicht mehr lang und wir sind in Moab. Rechtzeitig um die restlichen roten Felswände auf der UT128 im Sonnenlicht zu passieren, reißt der Himmel auf und gibt zwischen weißen Woken den Blick auf sein Blau frei. Die Sonne zaubert ihr Licht auf die roten Felsen, auf das Grün und Gelb der Pflanzen und auf das ganz eigene Rot des Colorado - es ist ganz fantastisch.

15:30 Uhr wir sind zufrieden mit dem vorgebuchten Inca Inn und fahren sofort zum Visitorcenter um uns zusätzliches Info-Material für die Gegend geben zu lassen. Die Sonne strahlt und Zeit haben wir, also fahren wir die 191 nördlich in den Arches-National-Park hinein.

So etwas Großes und Beeindruckendes (ausgenommen Yellowstone NP), an hohen roten Felsen, an Felswänden die sich kilometerlang an der Straße entlang ziehen, die unglaubliche unterschiedliche Formen haben, habe ich noch nie gesehen. Mir wird regelrecht schwindlig als wir relativ gleich hinter der Entrance Station einen Blick in die Park Avenue werfen und am La Sal Mountains Viewpoint anhalten. Es ist wirklich umwerfend, und genauso umwerfend ist es zu erfahren, wie man selbst damit umgeht.

Wir sehen Three Gossips, Sheep Rock, und fahren den Courthouse Towers Viewpoint an, ein Ausblick – Anblick schöner und ergreifender wie der andere. Die Petriefied Sanddunes liegen wie Buchteln aneinandergereiht... der Balanced Rock, Garden of Eden, Cove of Caves und Double Arch, North und South Window lassen uns mehr oder weniger vor Erfurcht erschauern. …..und als dann noch der Mond aufgeht und die Sonne hinter uns, als wir gerade am South Window sind, anfängt unter zu gehen, können wir es kaum fassen welches Glück wir haben, hier sein können und diese Naturwunder zu sehen und zu erleben.

Hunger und Durst sind wie verflogen und kehren erst zurück, nachdem die Sonne vollständig untergegangen ist und wir den Park bei nahezu Dunkelheit verlassen.