2013 - Relaxen in FLORIDA - nach 13 Jahren mal wieder zurück

 

 

Tag 23 - Mittwoch, 04. Dezember 2013
Everglades: Anhinga Trail, Robert is here, Islamorada

 

Der Wecker klingelte heute morgen ganz bewußt schon um 5:30 Uhr. Wir gehen ganz früh um 06:20 Uhr zum Frühstück und brechen dann mit all unserem Kameragepäck auf, in die Everglades, um sie von dieser Seite aus unsicher zu machen.
Das Frühstück ist nicht schlecht, sagen wir mal – wir haben schon schlechter aber auch schon besser gefrühstückt. Es gab zumindest ein Frühstück und nicht so, wie vor 20 Jahren, nur Kaffee.

Um 7:35 Uhr sind wir am Ernest F. Coe Visitor Center, bezahlen 10 Dollar Eintritt, das Ticket ist 7 Tage gültig. Prima! So lange sind wir gar nicht mehr hier, aber trotzdem gut zu wissen.

Wir fahren gezielt zu dem Parkplatz Royal Palm und müssen dafür noch 4 mi / 6 km ab Parkeingang zurücklegen. Die Parkplätze sind noch fast alle frei, naja ein Auto steht dort schon und jetzt noch unseres. Die Sonne lacht, der Himmel ist postkartenblau und es ist schon richtig heiß. Nicht zu fassen, dass es uns vor wenigen Tagen so kühl war. Der Wetterbericht sagte für heute 83°F/28°C voraus. Wie wundervoll.... man darf gar nicht weiterdenken, denn schließlich haben wir den 4. Dezember.

Alle Kameras schußbereit im Anschlag, betreten wir den asphaltierten Weg und erspähen die ersten Rabengeier und Anhingas. Ro stellt gleich das Stativ auf und übersieht dabei fast die ganze schwarze Versammlung oben auf dem Dach der sanitären Anlage. Diese Rabengeier sind wirklich komische Vögel, mit ihrem glatzköpfigen Gesicht, der schrumpeligen Haut, dem etwas unförmigen voluminösen Körper passen sie von der Statur her eher zu den Putenvögeln, aber sie sind pechschwarz und haben die Gabe einen direkt anzuschauen. Gerade so, als ob sie uns beobachten.

 

 

 

 

Sie hüpfen und laufen auf dem Gehweg entlang und stolzieren auf dem Rasen. Die zierlichen Anhingas sind mittendrin und thronen immer wieder mit ausgebreiteten Flügeln auf dem Zaun oder auf Ästen. Sie trocknen so ihr Gefieder.

 

 

Der Trail ist sehr schön gemacht. Er hat zwar nur 1200m aber da man überall was sehen und beobachten kann, hält man sich doch sehr viel länger auf, als nur die 1200 m zu gehen. Ein asphaltierter Hauptweg wird durch sogenannte Boardwalks aus Holz ergänzt und von dort kann man direkt am Wasser seine Beobachtungen oder Fotos machen.

 

 

 

 

 

 

 

Im Moment sind nur Fotografen mit großer Ausrüstung unterwegs und jeder wartet mit entsprechenden Abstand, damit man dem „Kollegen“ das Modell für das Foto der Begierde nicht verjagt. An den Blue Heron kommt man leider nicht so nah ran, er wird ganz nervös, steltz von einem Bein auf das andere, nimmt Schwung, hebt ab und fliegt mal schnell ein paar Meter weiter.

Man merkt überhaupt nicht wie die Zeit vergeht, außer an unserem Zustand und den Klamotten. Wir sind naß geschwitzt und von der Stirne rinnt der Schweiß in die Augen, die fangen dann an zu brennen. Egal, wegen der Tiere sind wir doch hier her gefahren und jetzt wird nicht gejammert, dass es so heiß geworden ist. Wir klappern wirklich jeden Steg ab und haben sogar Alligatorsichtung, toll!! Nach ca. 2,5 Stunden gehen wir zurück zum Parkplatz und fahren noch zum Long Pine Key. Dort gibt es auch Trails, aber das ist uns dann für heute doch zu viel, weil wir uns noch mit den Youngstern auf Islamorada treffen wollen.

Fast am Eingang zu den Everglades liegt „Robert is here“ ein Frucht- und Gemüseladen, den man einfach gesehen haben muß. Wir kaufen uns Mango und Erdbeeren, Papaya, Pomelo und Avocado.... und dann bereiten wir uns die Früchte als Mittagessen zu. Hhhmmm das ist ein Genuß, alles frisch geerntet und reif! Eine Geschmacksexplosion ohnegleichen.

Später treffen wir uns dann mit den Kids auf Islamorada im Theater of the Sea und schauen uns jede der angebotenen Shows an. Die Seelöwen und Delphine gefallen uns am besten. Vor gut 20 Jahren waren wir schon mal hier und haben es eigentlich viel größer in Erinnerung. Die Papageien scheinen ja wirklich sehr intelligent zu sein, mit ihnen werden viele kleine Kunststückchen vorgeführt. An den verschiedenen Fischbecken wird uns über die unterschiedlichen Arten viel erklärt, auch über die von Booten verletzten Schildkröten, denen hier geholfen wird. Überhaupt geht man mit jedem der Tiere sehr respektvoll um. Jeder Tierpfleger scheint „sein“ Tier genau zu kennen und kümmert sich fürsorglich.

Viel zu schnell ist schon wieder ein Urlaubstag um und wir müssen überlegen, was und wo wir heute essen möchten. Die Youngsters fahren nach Miami und Ro und ich probieren mal Applebee's aus...... Hätten wir das mal lieber gelassen, es hat uns beiden nicht geschmeckt.