2013 - Relaxen in FLORIDA - nach 13 Jahren mal wieder zurück

 

Tag 27 - Sonntag, 08. Dezember 2013
13 Stunden Epcot pur

 

Heute stehen wir etwas eher auf, weil wir uns wieder mit Freunden treffen wollen. Epcot (Experimental Prototype Community Of Tomorrow) steht auf dem Plan. Hier waren wir ebenfalls vor 13 Jahren zum letzten Mal und freuen uns schon sehr darauf.

Kurz nach Parköffnung sind wir schon da und haben wieder Glück mit dem Parkie, wir brauchen noch nicht einmal das Shuttle zu bemühen, wir können zum Eingang laufen. Dort beginnt der übliche Sicherheitscheck mit Taschenkontrolle und elektronischem Fingerabdruck.

Wir besuchen Nemo and Friends, dann erfahren wir alles mögliche über Energie in Ellens Energie-Adventure.... wir fahren im Space-Ship-Earth (in der berühmten Kugel) und erleben die Kommunikation von der Steinzeit bis heute.

 

 

 

Dann ist nach einem kleinen Snack „Soarin“ dran, ein atemberaubender Flug wie in einem Paraglider, den man hochgezogen aber stillstehend in einem überdimensionalen Skilift ohne Fußraste vor einer Leinwand erlebt. Die Sinne spielen verrückt, die 360° Bilder von oben durch die Landschaften von Kalifornien sind wahrscheinlich wirklich toll, aber ich hab lieber die Augen zu gemacht und mir die Nase zugehalten, weil mir der Wind zu stark war und ich keine Luft mehr gekriegt habe. So soll das sein, aber leider war es so gar nicht mein Ding, weil ich ziemlich viel Respekt vor Fahrgeschäften aller Art habe. Das Ding ist sogar für Kinder und Schwangere erlaubt, aber ich hab leider wieder mal (die Augen zu)gekniffen – das wird beim nächstem Mal anders!

Zwischendurch kehren wir immer mal wieder im Club Cool ein, dort kann man alle möglichen Sorten von Colamischgetränken und Limo etc. probieren, die wir nicht kennen, weil es sie z.B. nur in Japan, Italien, Thailand, China oder sonst wo gibt. Interessante Geschmacksrichtungen von denen wir uns sofort für zwei bis drei Lieblingsgetränke entscheiden können.

Der Park bietet interessante Ein- und Rückblicke sowie Zukunftsaussichten in Sachen Wissenschaft und Technik sowie auch wertvolle Informationen über Pflanzen und Tierwelt. Mit Hightech und Spaß kommt jeder auf seine Kosten. Spielerisch wird das Wissen vermittelt und zusätzlich ist mit Shows und Musikbands für Unterhaltung gesorgt. Einzelne Showeinlagen variieren je nach Jahreszeit und Planung des Parks. Hierfür gibt es extra-Flyer, die darüber Auskunft geben.

Wir fahren noch mit dem People-Mover im „Land“ und besuchen eine Show nach der anderen.

Die D'vine Voices ein Gospelchor, der uns mit seiner Präsentation von "Joyful Celebration" vollkommen in seinen Bann zieht, läßt uns längere Zeit hier verweilen. Die Akteure sind mit Leib und Seele dabei. Schick angezogene Energiebündel  voller Temperament singen und tanzen ohne Rücksicht auf die Schweißtropfen, die von der Stirne perlen. Eine supertolle Performance, wie man es sich nicht besser vorstellen kann.

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zu "American Adventure Attraction" lassen wir uns durch eine Afrikanerian, die mit einem außerordentlich starken Minenspiel, die afrikanische Weihnachtsgeschichte erzählt, aufhalten. Gebannt hören wir dem teils afrikanischen Dialekt, teils den englischen Ausführungen zu.

 

 

 

 

Dann kommen wir weiter zu den Canadian Holiday Voyageurs, canadische und celtische Rockmusik. Toll – das hätten wir hinter canadischer Musik überhaupt nicht vermutet. Bevor wir dann zur American Adventure Attraction gehen, hören wir uns noch in United Kingdom die British Revolution an und fühlen uns mal kurz nach England versetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die American Adventure Attraction informiert uns in einem Zwiegespräch zwischen Mark Twain und Benjam Franklin über die Geschichte der USA und die „Voices of Liberty“ ein Chor lassen unsere Herzen wieder höher schlagen, da sie ohne Instrumente singen also a capella.

 

 

 

 

Mit einer Bootsfahrt in Mexico und Mariachi-Musik verlassen wir die einzelnen Länder und schauen dann doch nochmal kurz zu Deutschland und Schweden rein. Lustig – in Deutschland kann man u.a. zuschauen wie Brezel gebacken werden.

 


 

 

Dann wird es langsam Zeit uns einen Platz bei der Candellight Prozession zu suchen. Direkt zu den Plätzen gehen wir nicht, da hätten wir uns schon fünf Stunden eher anstellen müssen, aber es geht ja ums hören und das kann man auch ein Stückchen weiter weg. Wir finden einen wunderbaren Platz ohne Behinderung in der Sicht und werden von der Dame der Aufsicht aufmerksam gemacht, dass dort die Kerzenträger einmarschieren und wir kurzzeitig Platz machen müssen. Kein Problem, denn wir dürfen dann genau wieder dort hin.

 

 

 

Ach, ist das schön, die Weihnachtsgeschichte wird heute von Sigourney Weaver gelesen und abwechselnd begleitet ein 50 Mann Orchester die 300 Sänger und Sängerinnen, die mit ihren gewaltigen Stimmen für Gänsehautfeeling sorgen und Ornamente in unsere Ohren malen. Als dann auch noch stille Nacht, heilige Nacht in deutsch gesungen wird, haben wir unsere Sprache mal wieder verloren. Das ist ergreifend schön und berührt die Seele.

 

 

 

 

 

Damit ist jedoch unser Abend noch nicht zu Ende, denn das Feuerwerk am See wollen wir auch noch unbedingt sehen wahrnehmen. „Reflections on Earth“ ist das Thema und die Weltkugel direkt auf dem See sowie die Wasserfontainen werden in wechselnden Farben illuminiert, Laserstrahlen und Musik erfüllen die Luft, bevor ein tosendes Feuerwerk mit bunten, silbernen und goldenen Lichtbögen den dunklen Nachthimmel erhellt. Es knallt und zischt und explodiert. Am Ende öffnet sich die Weltkugel wie eine Blüte und eine Gasfackel lodert in der Mitte. Wir lieben Feuerwerk und dieses ist wieder einmal wunderschön.