2014 - Weihnachtszeit in Florida

 

                                                  

                                                 Tag 03 - Mittwoch 26.11.2014
                                    Cape Canaveral und abends Oldtown Kissimmee

 

Frühstück um 08:00 Uhr und anschließend Kameras einpacken, Navi programmieren und auf nach Cape Canaveral ins Kennedy Space Center. Das Wetter ist auch heute nicht sehr freundlich und der Himmel weint nach wie vor, der Wetterbericht meint leichter Regen für den ganzen Tag ansagen zu müssen, mit der Hoffnung dass es Spätnachmittags aufklart.

Naja warten wir's ab. Kalt ist es – s..kalt 50°F = 10°C brrrr... und dann noch regnerisch dazu. Ein Temperaturunterschied von minus 20°F zu gestern. dazu. Nein wir sind nicht beleidigt, wir wissen, dass es auch wieder besser wird, ziehen ein T-Shirt mehr an und nehmen unsere Jacken mit.

 

 

Mensch ist das lange her, dass wir das letzte Mal hier waren, es muss 1999 gewesen sein. Ganz gespannt, was uns erwartet lassen wir uns von „Michelle“ Meile für Meile von den 65 insgesamt die wir zurücklegen müssen, ansagen wie wir fahren sollen. Es ist sehr viel Verkehr weil Thanksgiving und der berühmte Black Friday bevorsteht. Aber so gegen 11:00 Uhr sind wir da und können nach der üblichen Taschenuntersuchung mit unseren bereits zu Hause gekauften Eintrittskarten das Kennedy Space Center betreten.

 

 

Da es immer noch kräftig nieselt, besuchen wir erst einmal die Ausstellung „early space exploration“ und frischen unsere Erinnerungen an die einzelnen Space Shuttles und deren Besatzungen auf.

 

 

Hier zum Beispiel der erste Kontrollraum den es je gab, ein schmuckes kleines Wohnzimmer, und nebendran eine der Gemini Kapseln.

 

 

Natürlich begegnet uns auch der 21. Juli 1969 ein denkwürdiges Datum, denn die erste Mondlandung war gelungen und Neil Armstrong setzte als erste Mensch seine Füße auf den Mond. Wir staunen erneut und nehmen viele Einzelheiten intensiver auf, als vor knapp 15 Jahren.

Wir beenden den Rundgang und stehen wieder im Regen, der jedoch gerade ein wenig nachlässt, deshalb beschließen wir jetzt erst einmal die Rundfahrt mit dem Bus zu machen, damit wir später in aller Ruhe die anderen Indoor Attraktionen ansehen können.

Der Busfahrer erklärt uns sehr viel, aber komischerweise steigt man gar nicht mehr aus. In jeder 3. oder 4. Busreihe sind Monitore angebracht, die dann die Einzelheiten zeigen. Wir sehen das Montagegebäude mit dem Startkontrollzentrum, den Crawler Transporter und eine Beobachtungsbrücke, die historischen Abschußrampen der Gemini, Merkur und Atlas sowie Merkur Redstone.

 

 

Wir bekommen Hinweise zum Raumfahrt und Raketenmuseum und sehen den Hangar A/F. Über den Bananariver geht es über die Nasa Dammstraße an den Verwaltungsgebäuden vorbei bis zur Shuttle Landebahn und zum Apollo / Saturn V Center. Hier halten wir uns sehr lange auf, die Saturn V schauen wir uns genau an. Sie hängt in Originalgröße in einer großen Halle und man kann die einzelnen Brennstufen von beiden Seiten ansehen. Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, das davon nichts übrig bleibt außer der kleinen Kapsel mit den Astronauten. Es ist phantastisch und eigentlich unglaublich.

 

 

 

 

 

Gerne nehmen wir im Schatten dieses Monstrums einen Snack ein und schlendern dann noch weiter zu den einzelnen Ausstellungsstücken, u.a. dem Mondfahrzeug und verschiedenen Raumanzügen.

Mit dem Bus fahren wir dann an der Shuttle Landebahn vorbei zurück zum Visitorkomplex. Hier haben wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Auf der Fahrt sehen wir sehr viele Wasservögel, deren Lebensraum unberührt geblieben ist. Im Imax Theater wollen wir uns einen der angebotenen Filme ansehen und entscheiden uns für „Space Station 3D“ weil die nächste Vorführung eine halbe Stunde eher beginnt wie „Hubble 3D“. Bis zum Beginn haben wir noch ein wenig Zeit und suchen den Rocket Garden auf, und stellen mit Erstaunen fest, dass der Himmel aufgeklart hat und sogar ein paar Sonnenstrahlen die Wolken weiß erscheinen lassen.

 

 

 

 

Die Vorführung im IMAX hat uns sehr gut gefallen und einen intensiven Eindruck gegeben, wie das Leben auf einer Raumstation aussehen kann. In erster Linie ist es sehr sehr eng, die Außenarbeiten sind sehr gefährlich und man muß wenn man auf so engem Raum zusammenlebt ganz bestimmt eine gefestigte Psyche haben. Der „Stundenplan“ für die zu erledigenden Aufgaben ist sicherlich streng einzuhalten und die Späßchen werden für die Bilder für die Erde mit einem Lächeln aufgenommen und abgeschickt. Ich möchte nicht wissen, wie es dem einen oder anderen wirklich geht, wenn die Kamera nicht läuft, aber ich fand es auch durch die 3D-Effekte hochinteressant.

Als wir wieder nach draussen kommen bietet sich uns ein herrliches Bild. Der Himmel ist blau mit weißen Wolken und die Sonne zaubert einen rosafarbenen Schleier darauf. Es gibt sie noch und sie beschert uns nach und nach einen wunderschönen Abendhimmel, der auf besseres Wetter hoffen läßt.

Wir setzen uns ins Auto und fahren nach Oldtown Kissimmee um dort den Linedance anzuschauen und die Livemusik anzuhören. Anscheinend sind wir zu spät, oder heute findet das nicht statt, obwohl das Internet sagt es wäre an jedem Mittwoch.

 

 

Wir wollen noch einen Kleinigkeit essen, nachdem wir die mit Leuchtreklamen erhellten Sträßchen auf und ab gelaufen sind und in dem einen und anderen Laden gestöbert haben. Aber es ist kalt, die Sonne ist schon lange weg und wir frieren. Die Hamburger schmecken uns leider nicht so gut wie im vergangenen Jahr, als es die Temperaturen zuließen, dass wir kurzärmelig draussen sitzen konnten. Heute sitzen wir an einer Wärmelampe, zwar drinnen aber mit offenen Fenstern und dann trinken wir auch noch Moutain Dew und haben vergessen zu sagen „ohne Eis“.....