2014 - Weihnachtszeit in Florida

 

 

Tag 22 - Montag 15.12.2014
Flughafen, drei verschiedene Malls und Auto tauschen

 

Heute ist Abschiedstag. Wir stehen etwas früher auf wie sonst und frühstücken ausnahmsweise mal gar nicht. Pete und Molly mit Polly fliegen heute nach Hause, sie haben keinen Appetit und wir auch nicht.

Aufstehen, duschen, anziehen, Koffer ins Auto und ab zum Flughafen nach Fort Myers. Der Berufsverkehr erwischt uns voll und wir kommen gerade so zwei Stunden vor Abflug der beiden dort an. Die richtige Abfahrt zum Parken haben wir auch nicht erwischt und deshalb bleibt nur ein kurzes „Drop off“ mit ganz schnellem Abschied.

Wir fahren jetzt mal, dem Tipp von lieben Bekannten folgend, in das Gulf Coast Town Center, was recht nahe am Flughafen liegt und meinen dort vielleicht bei Ihop oder Panera frühstücken zu können. In diesem Center gibt es jedoch ganz andere Geschäfte, als die, die wir kennen und das Café hat leider noch geschlossen. Alle anderen Läden haben zum größten Teil auch noch zu, wir sind einfach zu früh dran heute. Aber wir entdecken, dass Dick's Sporting Goods geöffnet ist und stromern mal ein wenig durch die Gänge. Was wir zu finden glaubten, weiß ich nicht aber es gibt wohl keinen Laden, der nicht irgendwelche von den Dingen hat, von denen man gar nicht wußte, dass man sie braucht. Diese Mall ist architektonisch sehr schön angelegt, mit Palmenalleen und breiten Bürgersteigen vor den Geschäften, irgendwie parkähnlich und daher auch sehr schön zum flanieren.

Nachdem also die anderen Geschäfte keine Anstalten machen, für uns die Pforten zu öffnen, fahren wir kurzerhand zur Coconut Point Mall und wollen bei Panera frühstücken. Aber es ist ja nicht zu glauben, fürs Frühstück sind wir jetzt hier zu spät, es ist kurz nach halb 11 und da gibt’s die Frühstücksmenüs nicht mehr. Man unterschätzt dann doch die Entfernungen..... Also suchen wir uns etwas anderes aus und kaufen auch noch Brot zum mitnehmen. Wir können dank angenehmer Temperaturen sogar draußen sitzen und lassen uns unser Sandwich und den Bagel schmecken. Dann erledigen noch einen kleinen Auftrag in dem Geschäft mit dem Apfel. Mein liebes Schwesterlein, ja wir sind fündig geworden! Hoffen wir haben das richtig gemacht. Außerdem locken noch ein paar andere Geschäfte mit schönen Angeboten. Diese Mall ist auch parkähnlich angelegt, aber die „Straßen“ sind etwas enger als in dem Gulf Coast Center. Wobei man hier eigentlich nie von eng sprechen kann.

Unsere Freunde sind bereits in der Luft als wir das nächste Mal zur Uhr schauen und wir begleiten sie in Gedanken nach Atlanta. Was macht man jetzt noch mit dem angebrochenen herrlichen Tag an dem die Temperaturen doch tatsächlich inzwischen auf 78°F = 26°C gestiegen sind? Erst mal ziehen wir unsere doppelten Jacken aus und fahren dann gemütlich noch in die Miromar Outlet. Mittlerweile ist es schon halb Zwei und da kommen wir doch tatsächlich ganz zufällig an einem Eissalon vorbei...... Kokosnußeis, Mangosorbet und Zitrone – das kann man sich nicht entgehen lassen. Auf einer sonnigen Bank schlecken wir genüßlich unser Eis, stromern dann noch ein wenig durch die Läden und machen uns dann wieder auf den Weg zum Flughafen um das Auto zu tauschen. Leider ist der Tank immer noch fast halb voll.

Wir sind ja mal so gespannt, was wir für ein Auto bekommen, nachdem wir von Deutschland aus schon einen „Economy“ gebucht haben. Die Überraschung war gelungen. Dazu gleich. Das abgeben des Minivans war kein Problem, wir nahmen unsere Tüten und unsere „Michelle“ gingen zum Alamoschalter an dem uns eine ziemlich unlustige Dame bediente, die dann noch meinte, wir sollen doch das nächste Mal am nebenstehenden Terminal elektronisch einchecken. Ja, dann hat sie ja gar nichts mehr zu tun, denn der Ansturm hielt sich schwer in Grenzen, 8 Schalter besetzt und 3 beschäftigt – super..... Außerdem konnten wir das von zu Hause aus nicht eingeben. Na gut, sie füllte die Papiere aus und Rolf unterschrieb und dann schickte sie uns um die Ecke mit den Worten: mein Kollege erwartet Sie. Wie blöd, wir dachten..... wir könnten..... vielleicht selbst aussuchen.

Wir gehen einfach mal an dem Wachmann vorbei, Rolf voraus und ich hinterher.... ich kann ja nicht so schnell.... und dann hören wir die Stimme..... Hi Folks my name is Joe, I sneak right behind you..... its my Job, I will help you.......

Die Choiceline bei Eco bestand aus einem ganzen Auto, einem klitzekleinen blaumetalicfarbenen Chevi Spark. Aha so sieht der also aus..... aber der ist ja für unser Gepäck plus Rollator, mit dem wir dann auch wieder nach Orlando reisen wollen viel zu klein. Mit so einem Floh und den Koffern auf der Rückbank wollen wir nicht fahren und fragen ob wir ein anderes Auto bekommen können.

Joe meint nein, die in Eco sind alle gleich, haben nur andere Farben, aber gegen Aufpreis könnten wir selbstverständlich einen Wagen aus der „Compact“ oder noch höher „Midsize“ Line bekommen. Wir fragen, ob wir erst einmal schauen dürfen, bevor wir wieder nach drinnen gehen, um ein Upgrade zu buchen. Er erlaubt es uns und wir nehmen die drei Wagen aus der „Compact“ Collection unter die Lupe. Der erste Avensis scheidet aus, es ist ein Raucherauto, der zweite Avensis hatte 24.000 miles und sah innen nicht mehr so toll aus. Aber da steht noch ein Nissan mit 4700 Meilen. Wir hüpfen also zwischen diesen Autos hin und her, Türen auf, Türen zu, Kofferraum auf, Kofferraum zu und so bleibt eigentlich nur der Nissan Versa.... wir überlegen noch, denn da kommen ja dann 10 Dollar pro Tag noch drauf.....Da kommt Joe wieder vorbei und sagt: Hey folks is this car better? If so, take it, no matter if I 'm going to get fired or not, it's almost Christmas, drive safely! Ohhh, prima - na das ist ja toll, da hat sich das Zögern und hin und her doch gelohnt, obwohl mir diese Farbe (typisch Frau) überhaupt nicht gefällt, aber da konnten wir jetzt wirklich keine Rücksicht drauf nehmen. Wir können ja froh sein, dass wir keinen Fiat 500 nehmen mussten denn der gehört auch zu „Compact“, war aber gerade nicht vorrätig.

 

 

Rolf fährt wieder mal, als wäre er noch nie ein anderes Auto gefahren einfach klasse und ich kümmere mich um „Michelle“ und das Raumklima. Wir wollen jetzt zu Publix und unsere Vorräte auffüllen, da meint Rolf: komisch dass wir immer von den Vermietern weiße Autos bekommen! Weiße Autos? Ich wäre froh... unser Auto ist dreckiges beige grau in metalic!

Mit dem verstauen der Einkäufe haben wir kein Problem und fahren dann nach Hause. Wo ist denn dieser Tag wieder hingegangen? Die Sonne geht gerade wieder mal unter und von den Eulen war leider nichts zu sehen.