2014 - Weihnachtszeit in Florida


 

Tag 25 - Donnerstag 18.12.2014
Four Mile Cove Ecological Preserve und Fort Myers Down Town

 

Leider habe ich gestern an zu viele mails ein paar Sonnenstrahlen drangehängt, sodass wir heute morgen ziemlich bedeckten Himmel hatten. Das hat uns jedoch bei 21°C nicht davon abgehalten draußen zu frühstücken.

Anschließend haben wir mal ein wenig Programm für die nächsten Tage gemacht und sind heute als kleinen Einstieg gegen 13:00 Uhr zum „Four Mile Cove Ecological Preserve" hier in Cape Coral gefahren. Kaum hatten wir das Haus verlassen, verzogen sich alle Wolken und die Sonne lachte vom blauen Himmel herab. Keine Kappe dabei, keine Sonnenbrille dabei und zu viele Jacken an.....

Dieses grüne Juwel „Four Mile Cove Ecological Preserve" am Caloosahatchee River mit unberührten Kanu- und Kajakwasserstraßen, ca. 4.500 ft angelegten Wanderwegen auf Holzstegen durch die Mangroven und Sümpfe liegt parallel zum Veterans auf der linken Seite, bevor man von Cape Coral nach Fort Myers über die Brücke fährt. Man läuft insgesamt vielleicht 1 bis 2 Stunden und hat Gelegenheit sich auf den aufgestellten Bänken auszuruhen oder die Picknickplätze zu besuchen.

Parkplätze sind genügend vorhanden, die Stege sind breit und das kleine unbesetzte Visitor Center/Naturinformationszentrum hat schon mal bessere Zeiten erlebt. In ein Gästebuch kann man sich eintragen. Schaukästen beinhalten verschiedene Funde von Korallen, versteinerten Fischen und Schildkrötenpanzern in unterschiedlichen Größen. Das läßt auf Tiersichtungen hoffen und wir gehen mit wachen Augen nach rechts und links über die Stege. Leider müssen wir uns mit kleinen Spinnen in wunderschön gesponnenen Netzen zufrieden geben.

Die Sonne fällt durch das dichte Blätterdach und beleuchtet die Netze der Spinnen wie Silberfäden und läßt die frischen grünen Blätter der Pflanzen erstrahlen. Selbst vertrocknete Farne sehen ganz bizarr aus. Vertrocknet obwohl hier vermeintlich das Wasser steht, aber es fließt trotzdem ganz ganz langsam, wie wir das schon aus den Everglades kennen. Die Vegetation ist wirklich reichhaltig und einen Spaziergang wert.

 

 

Heute gehen wir jedoch nur bis zum Walkingpoint 5 und wollen ein anderes Mal um eine spätere Uhrzeit, gebadet in Anti-No-See-Um-Öl dorthin fahren.

Unser nächster Anlaufpunkt ist Fort Myers, der Riverdistrict am Yachthafen. Eigentlich wollten wir uns das Restaurant Firestone Place ansehen und landen direkt im Historic District. Wir sind sehr überrascht, dass wir das bisher nicht kannten. Die Laternen sind geschmückt wie in Naples und die kleinen Straßen sind sauber. Die vielen kleinen Geschäfte und Restaurants, Bars und Gallerien sowie Straßencafes präsentieren sich uns einladend. Im tiefer werdenden Sonnenschein schlendern wir durch die Sträßchen. Wir erfahren, dass Fort Myers auch City of the Palms heißt und finden das nicht weiter verwunderlich, denn die Straßen werden von vielen Palmen gesäumt.

 

 

 

Direkt am Caloosahatchee River, also am restaurierten Hafen, kann man über kleine Brücken gehen, Springbrunnen bewundern, Schautafeln lesen und beim Schauen und Schlendern begleitet einem Musik, die aus den überall in die Geländer eingelassenen Lautsprechern leise schallt. Laternen an den Geländern runden das Bild ab. Wir warten auf einer Bank in der Sonne bis das Firestone um 16:00 Uhr zur Happy Hour öffnet und beobachten eine Drohne die wie von Geisterhand gesteuert wird. Sie gehört einem jungen Mann, der damit seine Flugübungen absolviert.

Das Firestone ist uns von Ellen und Jürgen, sowie von Melanie und Rüdiger empfohlen worden. Ohne diese Empfehlung hätten wir diesen tollen District nie gefunden! Das Firestone, es besteht aus mehreren Ebenen, dem Grillroom, dem Loft, der Martinibar und der Skybar. Wir nehmen im Grill Room Platz und wollen heute erst einmal das Ambiente hier im Basement genießen. Es ist unglaublich, hier wandern, an Ketten hängend, die Firestonereifen an der Wand entlang und weiter über die Etagen nach oben. Eigentlich wollten wir ja heute „zu Hause" unsere Steaks essen, die inzwischen auftauen, aber bei dieser tollen Atmosphäre lassen wir uns doch zu einem Flatbread hinreissen. Ach ja, und happy hour gibt's nur in der Martinibar oder in der Skybar. Für uns steht fest: hier gehen wir ganz bestimmt wieder hin. Für Silvester gibt's keine Plätze mehr, es ist fully booked. Na, war ja auch nur so eine Idee.

 

 

 

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Tja, und dann eisen wir uns von dem wunderbaren Ambiente wieder los und gehen ganz unspektakulär zu Publix, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.

Dann backe ich noch zweierlei Kuchen aus Backmischungen, weil wir morgen Besuch zum Abschiedskaffee erwarten. Dank dem elektrischen Handrührgerät, was hier zur Küchenausstattung gehört ist es wirklich ein Kinderspiel im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als ich mit Carstens Freundin abwechselnd den Kuchenteig mit einem Kochlöffel gerührt habe. Das eine ist ein Zitronenkuchen und das andere sind Brownies. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Na, dann hoffe ich mal, dass es auch schmeckt.

Und auch heute wieder überfällt uns die Müdigkeit schon lange vor midnight.