2014 - Weihnachtszeit in Florida

 

Tag 46 - Donnerstag 08.01.2015
Rückflug nach Hause

 

Jetzt ist er da, der Abreisetag. Die letzten Sachen zusammenpacken und ab ins Auto zum Flughafen nach Orlando. Die Autoabgabe klappt ganz fix, vorher nochmal getankt, denn wir müssen den Wagen diesmal voll abgeben.

Dann geht’s zum einchecken, dort sind jedoch heute nur elektronische Schalter hinter denen vereinzelt Personal hin und herspringt um den Reisenden zu helfen. Ich bleibe beim Handgepäck stehen und Rolf müht sich mit den Eincheck-Automaten ab, eigentlich unnötig, denn wir hatten unsere Bordkarten bereits gestern ausgedruckt. Paß einlegen, wird gelesen und und und..... dann kommt die Info: Ihr Flug hat Verspätung – na toll, dass man das jetzt auch schon erfährt.

Rolf will einen Service-Mitarbeiter fragen, aber bis der kommt, hat das System die Eingaben wieder rausgeschmissen. Doof..... Sir sie müssen den Paß einlegen, naja bis man diskutiert, dass man bereits so weit war, macht man halt alles noch einmal...... die Banderole für die Gepäckstücke kommt dann Stunden später an irgendeinem anderen Schalter raus und eine Service-Mitarbeiterin läuft laut unseren Namen rufend, hinter den Automaten suchend entlang.

So die Koffer sind jetzt aufgegeben und wir gehen zu und durch die üblichen Taschen- und Personenkontrollen. Die zweite Jacke auch noch ausziehen und den Schal in eine Extrabox..... ok, hatte ich nur vergessen....

Dann finden wir uns am Gate ein, die Verspätung ist mit einer knappen Stunde angegeben, erhöht sich jedoch fortlaufend, denn die Maschine mit der wir abfliegen sollen, ist noch gar nicht da. Irgendwann erfolgt dann die Durchsage, dass sie jetzt in Atlanta abgeflogen ist. OK es sind etwa 1:30 h bis sie hier ist.....

Rolf geht mal zum Schalter um zu klären, welche Möglichkeit wir haben, falls wir den Anschlußflieger nicht mehr erreichen. Leider war das alles nicht sehr befriedigend, angefangen von: gehen sie bitte zum Telefon, bis: Sie können einen Voucher für ein Hotel erhalten, aber welches das ist und wie dorthin und zurückkommen ist Ihre eigene Sache.

Rolf reserviert mal vorsichtshalber für morgen den gleichen Flug wie heute nach Frankfurt, aber wenn wir den heute noch bekommen, ist das alles hinfällig.

Also schlußendlich sind wir dann in Orlando mit 2:45 Std Verspätung nach Atlanta abgeflogen, um 16:28 Uhr gelandet - Weiterflug ist für 16:55 Uhr geplant. Ich hab noch gefragt, ob ich früher aufstehen darf, um die Maschine mit den ersten Passagieren zu verlassen, da wurden hinter und neben mir Stimmen laut, ja ich bitte auch, denn sie müssten noch den Anschluß nach Washington erreichen. Ja, ok – aber man weiß ja wie das ist, kaum sind die Motoren zum Stillstand gekommen, hüpfen alle auf und rödeln mit ihren Koffern und Taschen und es war kaum ein Durchkommen zur Tür. Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie diszipliniert eine Notlandung auf dem Wasser vor sich gehen könnte.

Mit dem Rollator und den beiden Bordcases sind wir über den Flughafen gehechtet, hoch zur Bahn, vier Stationen fahren, wir müssen nach E..... das Bähnchen fährt ruckartig und blitzschnell an und der Automat spricht: next station is B, we will arrive at B like Bravo, take care of all your belongings, dont forget any of your belongings..... Mensch, nun fahr schon..... we will arrive at C, C like Charlie, ok, Charlie... wir müssen nach E.... we will arrive at D, D like Delta..... ja genau, die müssen wir kriegen in E, und endlich we will arrive a E, E like Echo..... oh ja - und nix wie raus. Wieder runter auf die Ebene tiefer und dann den langen Weg zum Gate.

Mich fragt ein Fahrer von einem Elektorwagen are you ok Ma'm? Ja bin ich..…. wir rennen weiter....... es ist 16:55 Uhr als wir den Schalter erreichen. Der ist bis auf Service-Personal leer, Tür zum Flieger-Finger zu..... Sorry – we have to catch the flight we come from Orlando..... oh yes – die Uhr für den Abflug steht jetzt auf 17:00 Uhr!!! Dies sind die Minuten die uns „retten“. Bordkarten gechecked und eine Tür aufgemacht, hinter uns wieder zu und wir stehen im Treppenhaus.

Da gibt es eine verschlossene Tür, durch die man nicht durchsehen kann und es geht nur eine Treppe hoch und eine runter und einen Aufzug gibt es, aber so kommt man doch nicht ins Flugzeug???? also wieder zurück – wo müssen wir denn hin??? Ohhhh sorry, I forgot to open the door – Telefon: dont close the door I have passengers!!!!! Jetzt kommen noch zwei, drei Leute, die auch noch mitwollen und sie schließt uns die Tür zum Flieger-Finger auf..... als ich um die Kurve biege, sagt eine nette Dame: take your time Ma'm. Also, alles gut! Wir sind drin..... aber unsere Plätze weg. Wir hatten, wie bereits auf dem Hinflug, diese Comfort-Sitze mit mehr Beinfreiheit gebucht. Das heißt Rolfs Platz war besetzt und ich hatte meinen noch. Rolf saß dann irgendwo hinten in der Mitte von der Mitte, so war das ja nicht gedacht. Ich war stinkesauer! Natürlich will man neben seinem Partner sitzen. Erst recht auf einem langen Flug. Wahrscheinlich hat man mir das auch angesehen. Die Dame neben Rolf, eine Amerikanerin hat dann mit der Stewardess gesprochen und die Dame neben mir wurde aufgefordert, den Platz zu räumen und sich wieder dort hinzusetzen wo sie hergekommen ist, denn der Passagier für diesen Platz sei noch gekommen. Na klar hätten wir auch selbst gefragt, waren aber noch zu abgehetzt und mit der Frage, wohin mit den Bordcases beschäftigt, denn die zugehörigen Gepäckfächer waren natürlich auch schon voll und meine Handtasche, Rolfs Rucksack und die Bordcases waren dann im ganzen Flieger bis zur Business Class verteilt.

Der Flug verging in 7:30 h recht fix aber auch recht holprig, denn wir hatten über 300 kmh Rückenwind. Normalerweise wäre die Flugzeit 8:55 h gewesen. Die Koffer haben unseren Umsteigerekord nicht mitgemacht und sind leider nicht mehr mit in „unseren“ Flieger nach Frankfurt geflogen, sie wurden einen Tag später nach Hause geliefert.

Der Frankfurter Flughafen begrüßte uns am Morgen des 09.01.2015 um kurz nach 7:00 Uhr grau und neblig mit 5°C, Windstärke 9 und 6,2 mm Niederschlag. Ganz so hätten wir uns das ja doch nicht vorgestellt, aber zumindest hat es nicht geschneit. Jetzt müssen wir ganz schnell unsere Filme und Fotos sichten, schneiden und verarbeiten, damit wir sie uns anschließend immer mal wieder ansehen können. Aber, es weiß ja jeder wie das dann in Wirklichkeit läuft: der Alltag hat einen nach ein paar Tagen wieder.... und die Fotos kommen erst nach dem normalen Programm dran.