2016 - ... und wieder mal zum Jahreswechsel in Florida

 

Tag 1 – Dienstag 06.12.2016
Abflug Frankfurt über Atlanta und Ankunft in Orlando

 

Heute haben wir von der Tageszeit her einen späteren Flug als vor zwei Jahren und denken Wunder was wir noch für Zeit haben um die üblichen Kleinigkeiten zu erledigen. Komisch die „extra" eingeplante Zeit geht immer ganz fix vorbei und schon steht unser Fahrer vor der Tür und lädt unsere Koffer ein.

Unser Gepäck sind wir am Flughafen schnell wieder los und das Gewicht hielt sich in erlaubten Grenzen, obwohl wir einen Teil der Weihnachtsbeleuchtung, die wir vor gefühlten 100 Jahren, nein es sind nur 17 Jahre – von Florida nach Hause geschippert haben - wieder mit auf die Reise nehmen, um es dann dort zu lassen. Die „heavy weight" Aufkleber haben wir damals lange von den Koffern nicht abbekommen.

Das Schneetreiben, was uns überraschte als wir das Taxi verließen hat sich ganz schön breit gemacht und deshalb muss unsere Maschine erst enteist werden, bevor wir abfliegen können.

 

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Das ist ein richtiges Schauspiel, zu sehen wie das gemacht wird. Sieht aus wie ein Nachkomme von R2- D2 oder auch Artoo-Detoo der mit großen Scheinwerferaugen und Sprüharmen seine Arbeit ferngesteuert von einem Baggerfahrer verrichtet. Da wir wie meistens am Flügel sitzen können wir ganz genau zuschauen, das sieht wirklich aus, wie in einem Science Fiction Film.

Der Flug verläuft, bis über das Stück, was dann wirklich über den großen Teich geht, recht ruhig. Da kommt dann jedoch ab und zu die Durchsage zum Platz zurückzukehren und sich bitte anzuschnallen. Unangenehm, denn man kann bei dem Geruckel wirklich nichts lesen. Ab der Mitte des Fluges, gerade an Grönland vorbei wird es ruhiger und dann fliegen wir zuerst Richtung Neufundland und dann der Küste entlang nach Georgia bis wir in Atlanta wohlbehalten landen.

 

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Die Verpflegung wie immer sehr lustig und einfallsreich.

 

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Imigration-Procedure am Automaten klappt diesmal ganz hervorragend und wir bekommen einen Ausdruck, den wir dann an der nächsten „Station" vorlegen müssen. Weiter zum nächsten Officer/in wird dann doch noch nach dieser blauen Customs Declaration gefragt, die wir bereits 2x vorweisen wollten, aber so richtig interessiert sich keiner dafür.
Mo die Reisekaterkatze würde darüber wahrscheinlich einen erzürnten eigenen Beitrag schreiben.

Jetzt holen wir unsere Koffer vom Band und reisen weiter nach Orlando. Dazu geben wir die Koffer wieder ab, sie werden auf ein anderes Band gelegt und danach erfolgt wieder der Sicherheitscheck mit allem Drum und Dran, von uns und unserem Handgepäck, damit wir auch mit unseren Koffern mitfliegen dürfen.

Irgendwie sind wir jetzt doch schon ziemlich müde, komisch – vor Jahren haben wir darüber gelacht und gesagt: eine Reise in die USA ist wie eine Nacht durchgefeiert, das ist doch gar nichts. Aber heute sehen wir blaß und müde aus, vielleicht liegts auch nur an der Erkältung, die ich vor dem Flug nicht mehr losgeworden bin.

Nach gut einer Stunde, viel schneller als gedacht landen wir wohlbehalten in Orlando und dürfen vorher die beleuchtete Stadt in der Dunkelheit von oben bewundern. Ja ich weiß, es ist Energieverschwendung ab es sieht so wunderschön aus.

Koffer abholen und dann Auto abholen. Da keiner am Schalter ist und die Beamten sich langweilen, kommen wir nicht in den Genuß, wie von Eric gelernt den Automaten zu benutzen, denn sie winken und rufen uns heran und meinen wir sollen uns doch lieber von ihnen beraten lassen. Na gut, Marc hat „Babbelwasser" getrunken, sein Redeschwall ist kaum zu stoppen und wir sind einfach nur genervt und müde. Und jeder von Euch weiß, wovon ich rede.... Versicherung und Upgrade und und und..... NEIN wir haben alles gebucht und wollen nur noch das Auto!!! Und das Beste, was es für uns gibt, und NEIN wir bezahlen nichts drauf! Auch nicht für einen 3er BMW, den er uns wärmstens empfiehlt und wir großmütig ablehnen mit den Worten „den haben wir jeden Tag". Übrigens in der choiceline später war nirgends einer zu finden!!! Der Blick reißt einen Bullen um, uns in unserem Zustand schon etwas genervt jedoch nicht. Road Insurance, ganz wichtig, die Autos sind heute nicht mehr zuverlässig und man kann überall liegen bleiben. Der war gut, den kannten wir noch nicht, wirklich zu überlegen da wir ja vor haben uns überwiegend in der Wilderness aufzuhalten, fernab der Zivilisation. Er gab nicht auf, aber ich auch nicht: Oh Marc please stop, let us have the papers, tell us where we can pick up the car and have a wonderful evening. Ahhh es funktioniert!

Die choiceline war gut bestückt mit Midsize Cars und wir entschieden uns nach langem hin und her für einen hell silberfarbenen langweiligen Hyundai Elantera mit nur 11.400 miles.

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Es gab noch einen neueren Wagen mit nur 125 Meilen und er roch noch ganz neu, in der Hintertür war noch ein wenig Plasicfolie die nicht ganz entfernt wurde, aber die Farbe war einfach zu scheußlich, die hätte uns nicht gestanden. Ein aufgemotzter FIAT 500X hätte uns noch gut gefallen, aber nach genauerer Inspektion fiel er durch's Raster weil doch an zu vielen Ecken der Hinweis „Fehler In Allen Teilen" vermerkt war .... obwohl mit der Roadinsurance zusammen ... jetzt hör ich auf.

Die Fahrt zur Travelodge ...... auf dem Irlo Bronson Memorial Highway verlief ohne Probleme oder vorbeifahren, wir hatten unseren Navi früh genug angeschaltet und die Satelliten wiesen uns den Weg.

Total übermüdet fielen wir dann, ohne noch irgendetwas auszupacken, nach 23 Stunden auf den Beinen, in die Betten und um halb 5 waren wir wieder wach. Prima so hatten wir uns das auch vorgestellt, wir planten den Tag und schliefen dann nochmal 2 Stunden.