1999 - Jahrtausendwende in Florida

 

Tag 23 - Samstag 01.01.2000
Pooltime und Aufbruchstimmung

 

Heute schlafen wir trotz langer Nacht, nur ein wenig länger wie sonst. Pooltag ist angesagt, um noch ein wenig Sonne zu tanken. In den letzten Urlaubstagen denkt man dann immer, man muss dies noch und jenes noch machen. Wir verbringen den Tag mit vielen Telefonaten, alles mit unserer Prepaid Telefonkarte von Sprint. So etwas muss man einfach haben, das nächste Mal wissen wir das eher. Hier in den USA ohne Telefon? -undenkbar-

Rolf und G holen das Auto für die beiden in Ft. Myers am Flughafen, denn G und C bleiben noch eine Woche in Florida. Morgen verlassen wir alle das Haus und unsere Wege trennen sich. Wir wollen noch nach Orlando bevor wir am 4.1 nach Hause fliegen. Sie kommen ganz stolz mit einem Cabrio wieder..... das war der Traum von G.

Jeder packt und und wuselt im Haus herum. Die letzte Wäsche und ein paar Muscheln müssen noch gewaschen werden. Der Trockner läuft.... Zum Abendessen gibt es heute die kleinen Steaks, die nicht so durchwachsen sind.

Rolf und ich wollen morgen eigentlich noch gar nicht abfahren, C und G wollen in die Everglades und auf die Keys, bevor sie nach Deutschland zurückfliegen. Wir wollen noch eine Nacht länger bleiben, die beiden morgen in aller Ruhe verabschieden, dann unsere Koffer packen, den Pool noch ein wenig genießen und am 3.1. in aller Frühe gen Orlando aufbrechen. Die Milleniumsparade möchten wir ja doch gerne noch sehen.

Um zu erfahren, ob nicht doch gleich nach uns wieder Gäste anreisen und wir deshalb doch so, wie eigentlich gebucht am 2.1. abreisen müssen, gehen wir mal rüber zu unseren Nachbarn den „Hausmeistern“. Wir verbinden dies mit einem „Happy New Year“ und fragen ganz höflich, ob neue Gäste gleich am 2. Januar erwartet werden. Wir haben jedoch Glück und dürfen einen Tag länger bleiben gegen entsprechendes Entgelt.

Sie sind zwar gerade dabei die Weihnachtsdekoration wieder in der Garage in allerlei Kästen unterzubringen, bieten uns aber sofort ein Glas Wein und Platz an. Wir kommen so ins reden und es klappt recht gut. Wir kommen vom hundertsten ins tausendste, Andrew ist ein Rolls Royce Fan, Shelley arbeitet als Designerin in einem Juweliergeschäft und der neueste Computer mit allem drum und dran gehört der guten Natalie (76J). Wir unterhalten uns ganz prima und finden sie sehr nett, tauschen unsere e-mail Adressen aus und wollen in Kontakt bleiben. Nach knapp zwei Stunden und mehreren Gläsern Wein kommen wir total aufgedreht und vergnügt wieder nach Hause.

C und G haben das Essen schon so weit vorbereitet, dass nur noch die Steaks in die Pfanne gelegt werden müssen. Sie waren überrascht, aber nicht böse, dass es so lange gedauert hat und hören sich mit Interesse an, was wir von nebenan zu berichten haben. Schade, dass wir das nicht eher mal gemacht haben, es ist schön so einen Kontakt zu haben. Mal sehen, was aus den versprochenen e-mails wird.

Nach dem Essen, heute etwas später wie sonst, sehen wir noch einen Stephen King Film, der schon angefangen hat, den späteren Film „schaffen“ C und ich wegen Müdigkeit dann doch nicht mehr. Wir brechen ab und gehen ins Bett. Schade, die Filme sind wirklich gut aber wenn man zu müde ist, dann ist man müde und dagegen hilft leider nur schlafen. Auf der einen Seite gut, wenn man gut schlafen kann, vielleicht kommen ja auch mal andere Zeiten, aber schade, dass man während man schläft so viel versäumt. Man könnte eigentlich viel mehr erlegen, wenn der Körper nicht unbedingt diese Ruhephase zur Erholung bräuchte. Also dann, gute Nacht! - - - Morgen müssen auch wir unseren Koffer packen....